Album of the Day: The Boxer Rebellion – Promises (Absentee, 2013)

The Boxer Rebellion gibt es schon seit dem Jahr 2001. Wie es mit den meisten Bands so ist, stolpert man früher oder später über sie. Uns von Wavebuzz ist dies kürzlich auch passiert (die gute alte „Rechts-Klick-Video-Vorschlag-Funktion“ auf Youtube…!). Innerhalb dieses Beitrages möchten wir die Band kurz vorstellen und anschliessend einige Worte an ihr letztes Album „Promises“ (2013) verlieren.

Das wolkig-emotionalisierte Albumcover des letztjährigen Albums von The Boxer Rebellion, Promises.

Das wolkig-emotionalisierte Albumcover des letztjährigen Albums von The Boxer Rebellion, Promises (2013).

I. ÜBER: THE BOXER REBELLION
Die klassische Vierkopf-Band besteht aus Nathan Nicholson (Gitarre, Gesang, Keyboard), Piers Hewitt (Schlagzeug), Adam Harrison (Bass) und Todd Howe (Lead-Gitarre) und stammt aus Australien, England und Amerika. Sie machen Musik wie leichtverdauliches Brot, die den Genres Indie, Indiepop oder Indierock zugeordnet werden kann. Ihre Musik wurde im Film „Long Way Down“ (einem Motorradabenteuerfilm mit Ewan McGregor und Charley Boorman) verwendet, sie waren Support Act für Lenny Kravitz, Editors oder The Raveonettes am Start. Ihr Album „Exits“ aus dem Jahr 2005 wurde ihr erster grösserer Erfolg und verzeichnete gute Kritiken in Grossbritannien von Medien wie The Sun, NME oder Rock Sound. Auf „Exits“ befindet sich auch ihre – so sagt man angeblich – berühmteste Single, „Watermelon“, ein fulminant-halbaufgetautes Gitarrenpotpourri ohne grosse Nachwirkungen. Dennoch okay.

THE BOXER REBELLION – WATERMELON (von dem Album „Exits“):

II. DAS LETZTE ALBUM VON THE BOXER REBELLION – PROMISES (2013) – …eingehalten?
„Diamonds“ zeichnet eine sofortige Griffigkeit aus, welche sich durch eine hübsche Melodie und eine obwohl einschichtige, dennoch kurzweilige Liedführung definiert. Man schwankt bei dem Lied jedoch immer irgendwie zwischen emotionaler Leere und platitüdenhafter Überemotionalität.

„I’m no good next to Diamonds when I’m too close to start to fade“

Ein weiteres Highlight ist „New York“: Im Beginn eine hymnenartige Zurückhaltung, in der Liedhälfte eine Expansion der Intension an Intensivierung. Bei „Keep Moving“ tritt das ein, wo bei „Diamonds“ noch Unsicherheit herrschte: Die platitüdenhafte Überemotionalität und die Selbstviktimisierung der Ich-Person kann auch nicht durch die „uh-uh“-Melodie kompensiert werden. Das Mädchen im Video macht aber alles wett. Fast.

THE BOXER REBELLION – KEEP MOVING (Musikvideo):

Eine feine Linie zwischen Schönheit und Überflüssigkeit verschwimmt oft auf „Promises“, sie ist fragil. Fragil ist auch das Leben innerhalb des Songs „Fragile“. (Welch Überleitung!) Die verzerrte Stimme von Nathan Nicholson ist von Synthies, Gitarrenhaufen und Trommelorgien umrahmt. „Take Me Back“ funktioniert wie eine Art beschwichtigende Drohung an einen loved one: Es wird aufgefordert „zurückgenommen zu werden“, die Lyrics sind nichtvollendete Gedanken, die dennoch in Sackgassen enden:

„Even if I thought I could trigger 
A way to see me from a different side
A different kind of truth,
a vision that’s just been in disguise

Take me back

You don’t seem to know what you’re waiting for
What you want to say“

„Promises“ ist ein angenehm-nettes easy-listening Album mit gutmelodiös instrumentierten Liedern. Unkompliziert und dennoch kann man sich darin etwas verhaspeln, beschäftigt man sich zu sehr mit den Lyrics. Sind es wirklich nur oberflächliche Plattitüden oder wollen die Herren tatsächlich etwas mitteilen? Sie haben uns zwar nichts direkt versprochen, was gibt es aber schöneres, als ein Versprechen eingehalten zu bekommen, ohne eins gegeben zu haben.

Für alle Spotify-Benutzer haben wir hier das Album „Promises“ zum Instant-Anhören:

KEEP BUZZIN‘ 

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