Die November Playlist: mit Ariel Pink, TV on the Radio, Kitty Davis and Lewis, Desperate Journalist uvm.

„So if you want to love me, Then darling, don’t refrain, Or I’ll just end up walking, In the cold November rain“ trällerte Axel Rose einst in den 90ern. Zieht sich diese Tristesse des Novembers bis ins Jahr 2014 hinein? Nein, irgendwie ist es dieses Jahr anders: Das Wetter zeigt sich – globaler Erwärmung sei Dank? – entweder sonnig oder verwunschen-nebelig, jedoch niemals grauselig und unschön. Unsere Playlist zeigt sich demnach auch in einem solch unverdrossenen Kleid, das musikalisch glitzert. Weihnachten droht auch schon.

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PLAYLIST TRACK BY TRACK:
1. NEW BUILD – THE SUNLIGHT
New Build nennt sich eine Electronic-Band aus London, die aus Bandmitgliedern von Hot Chip und LCD Soundsystem zusammengefügt ist. Die erste Single „The Sunlight“ wurde bereits im Sommer als Geheimtipp gehandelt (bsp. von Pitchfork). Uns gefällt die Fusionierung von einer Beck-schen Ruhe mit knisterndem Ur-Electro.

2. ARIEL PINK – PICTURE ME GONE
Ariel Pink zelebriert seit Jahrzehnten die Rolle des erwachsenen Rotzgörs mit schlecht gefärbten pinken Haaren. Würde man ihn am Bahnhof antreffen, wüsste man nicht, ob man ihm einen Franken für die neue Platte „Pom Pom“ oder für den Zug geben soll. „Picture Me Gone“ ist erwartungsgemäss ein aberwitziges Stück mit Zeilen wie „I dedicate this selfie to the little guy Who will outlast me when I’m done“. Nebst der Kultfigur, die Pink unbestritten selbst sein will, findet man in seiner Musik stets eine Vielschichtigkeit. So ist „Picture Me Gone“ nicht bloss witzig, sondern handelt sich um das Thema der Vergänglichkeit und der Veränderung. Dies wird auch im schaudrigen Video zu „Picture Me Gone“ deutlich:

3. COMPUTER MAGIC – RUNNING (HIDING VERSION)
Zugegeben, wir haben das Lied „Running (Hiding Version)“ über eine Automobilwerbung gefunden. Die Melodie liess uns weniger los, als das Auto selbst. Daher wurde fix gegoogelt bis hin zu Computer Magic. Danielle Johnson stammt aus New York und ist unter anderem beim hippen Label Kitsuné untergekommen. Wir lernen von ihr: In der Computerwelt kann auch Magie herumrennen.

4. HALF MOON RUN – DRUG YOU
„Drug You“ ist kein neuer Track, jedoch plätschert er in einer belanglosen Zeitlosigkeit vor sich hin, sodass wir ihn in unsere Liste integrieren. Er stammt von der kanadischen Band Half Moon Run, die bisweilen erst ein Album namens „Dark Eyes“ veröffentlicht haben.

5. OWEN PALLETT – IN CONFLICT
Owen Pallett ist ausgebildeter Violinist und studierter Komponist, der während seines Studiums nebenbei mal zwei Opern verfasste. Unter seinem jetzigen Künstlernamen (früher hiess er Final Fantasy) brachte er 2014 sein zweites Album „In Conflict“ unter die musikliebhabenden Menschen. Das Musikvideo zu „In Conflict“ ist wie ein Kurzfilm angelegt und erstrahlt in zarter Poesie, wie eingefrorene Nadeln einer Föhre im Winter.

6. WILL BUTLER – TAKE MY SIDE
Will Butler ist mit obiger Person Owen Pallett sowohl privat als auch musikalisch befreundet. Will Butler ist der kleine Bruder von Arcade-Fire-Sänger Win Butler. Die Schiene, die sein kleiner Bruder auf seiner ersten Single „Take My Side“ fährt, ist eine in der Musik beliebte: diejenige des Rock n´Roll. Wir übernehmen deine Seite, Will!

7. TV ON THE RADIO – RIGHT NOW
TV On The Radio sind mit ihrem soeben herausgebrachten Album Dauerliebling aller Musikjournalisten. „Right Now“ eröffnet mit einem Xylophon, das auch direkt von einem Weihnachtsmann gespielt sein könnte. Das ganze Lied ist ein mit Freude geladenes Pop-Stück, das von Revolution und dem „Jetzt“ singt. Ist das Stück gerade jetzt eine Hymne der Weihnachtszeit?

„Falling into the all-at-once
Letting go of the things they taught
Had me thinking about the nature of one
And imaginary need for the silly little things
Past the right now, right now, the right now, love“

8. KITTY DAISY & LEWIS – BABY BYE BYE
Kitty, Daisy & Lewis trafen typischerweise wieder den zentralen Wert der Simplizität. Dieser Song ist eine Ankündigung des neuen Albums „Kitty, Daisy & Lewis The Third“, das am 26. Januar 2015 in die Läden kommt. „Baby Bye Bye“ ist dabei schwer an Musiktraditionen alter Zeiten angelehnt: Wir finden hier eine Mischung vor aus luftigem Jump-Pop gemischt mit Jukebox-Qualität. Die Dur-Tonart-Harmonien tanzen von I auf IV auf V und dann wieder auf I (wie es viele Pop-Songs tun).

9. DESPERATE JOURNALIST – CRISTINA
Post-Punk und Gothic Elemente bestimmen den Stil von Desperate Journalist, die ein wenig an moderne The Cranberries erinnern. Die vierköpfige Band stammt aus Nord-London und ist bisweilen noch ohne Studioalbum. Am 26. Januar 2015 wird sich dieser Zustand jedoch ändern. Dann wird nebst der bereits gefeierten EPs auch ihr Debüt erscheinen (dessen Namen wir leider nicht ausfindig machen konnten). Hier bereits zur ohrenscheinlichen Begutachtung; ihre düstere Single „Cristina“:

Wir hoffen, euch gefällt unsere Zusammenstellung. In Bälde folgen weitere Albumrezensionen und wir haben für den Monat Dezember etwas Kleines geplant. Dies sei jedoch noch nicht verraten (da müsst ihr schon zurückkommen und re-buzzen). 🙂

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