Rezension: Foxygen – …And Starpower (Jagjaguwar, 2014)

Die Band Foxygen, die wie Sauerstoff mit einem „F“ heisst, brachte letzten Freitag ein 24-(!)-teiliges Album namens „…And Starpower“ heraus. Das Duo aus Kalifornien ist berüchtigt für unberechenbare Konzertauftritte: Dieses thematisch verwobene Album bringt sowohl Struktur als auch Chaos in ihr Schaffen ein: Es erschien ein Konzeptalbum mit Titeln, die so gar nicht zusammenpassen. Unberechenbarkeit.

foxy

DIE 4 SEITEN DES ALBUMS MIT SELTSAMEN TITELN:
Jonathan Rado und Sam France haben „… And Starpower“, das sich mit 24 Songs theoretischerweise (so würde man denken) durch 4 teilen lässt, ihr Album gefünftelt! Den ersten Teil haben sie grossmütig und selbstbewusst „Side One, Part One: The Hits“ genannt und der Teil besteht aus den folgenden Songs: „Star Power Airlines“, „How Can You Really“ (Dieser Track war die Vorabsingle, welche bei den Kritikern sehr gut ankam), „Coulda Been My Love“, „Cosmic Vibrations“, „You & I“.

Die nächsten 4 Stücke befinden sich auf der „Side One, Part Two“ und entsprechen einer klassischen Motivation: Die Stücke sind alle Teil der „Star Power Suite“, die sich von „Star Power I: Overture“ bis hin zu „Star Power IV: Ooh Ooh“ erstrecken. Die Suite ist im Vergleich zu den Hits tatsächlich anders aufgebaut und so sind unterschiedliche Strukturierungen innerhalb des Albums erkennbar. (Es sind wie eine Art Minialben auf einem grossen Album hier anzutreffen.)


Dann geht es weiter mit der „Side Two, Part One“, die sich „The Paranoid Side“ nennt. In diesem Teil werden sowohl die Texte als auch die Songs sehr frei: in Unordnung gebrachte geistige Zerstörtheit nimmt Einhalt und bleibt über 6 Songs „I Don´t Have Anything / The Gate“, „Mattress Warehouse“, „666“, „Flowers“, „Wally´s Farm“, „Cannibal Holocaust“ und „Hot Summer“ erhalten. Die Titel folgen – wie es scheint – einer massgeblichen Inkohärenz und Sinnlosigkeit. („Cannibal Holocaust“ ist hierbei unser Favoriten-Titel… auf die Idee muss man erst einmal kommen. Der Song selbst erinnert an Progressive Rock aus den 60ern mit Tempi-wechseln und mehrstimmigen Gesangsschichten.) Nach der Paranoia folgt das ebenso optimistische „Side Three: Journey Through Hell“. Jedoch gibt es innerhalb der Höllenreise (teilsweise!) sehr positiv gestimmte Lieder mit Namen wie „Cold Winter / Freedom“, „Can´t Contextualize My Mind“, „Brooklyn Police Station“, „The Game“ und „Freedom II“. Abschliessend wird die Reise zwischen Sphären und Sternen aufgelöst mit einer weiteren endlichen Seite: Und was könnte es wohl sein? Nun ja, wieder mal ist es die Liebe: Ganz unter dem Stern „Hang On To Love“ stehen die letzten 3 Stücke des 24-teiligen Albums: „Talk“, „Everyone Needs Love“ und „Hang“ sind sie genannt.

UNSER FAZIT DURCH 24 MAL FOXYGEN
Foxygen führen auf „… And Starpower“ ihren Stil des letzten Albums „If We Are the 21st Century Ambassadors of Peace & Magic“ noch aus. Dieser Mut ist womöglich auf den Erfolg des letzten Albums zurückzuführen oder auch auf die musikalische Sicherheit, welche die Band auf Tour erlangt hat. Wie dem auch sein, „… And Starpower“ ist ein von einer psychedelischen Nostalgie durchzogenes Album, das dort Sehnsuchtsgefühle erzeugt, wo keine da sind. Gefälligkeit löst ebenso die kreative Albumaufteilung auf, die den 24 Titeln eine Struktur verleihen. Und Sternenkraft.

KEEP BUZZIN & love is the answer

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Eine Antwort zu “Rezension: Foxygen – …And Starpower (Jagjaguwar, 2014)

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