WAVEBUZZ TOP-15 ALBEN 2014 – #04: alt-J – This Is All Yours

Mit etwas Wartezeit verbunden (entschuldigt, immer diese Festtage!) kommen wir nun zur Fortsetzung unserer Jahresbestenliste. Heute mit einem Album, das es 2014 nicht einfach hatte. Die Rede ist von alt-J´s zweitem Album „This Is All Yours“. Wieso es das Album nicht einfach hatte und wieso es dennoch auf unserer Liste ist? Lest weiter.

Eine violette Umrahmung umrahmt grobe Pinselstrichfarbklekse in den Grundfarben und in grün. Das ist das Albumcover von Alt-J´s zweitem Album "This Is All Yours"

Eine violette Umrahmung umrahmt grobe Pinselstrichfarbklekse in den Grundfarben und in grün. Das ist das Albumcover von Alt-J´s zweitem Album „This Is All Yours“

DER „FLUCH“ DES ZWEITEN ALBUMS
„An Awesome Wave“ war damals (2012) das unsagbar tolle Debüt-Album der englischen – wie sie gerne genannt wird – „Hipster“-Band alt-J. Nach diesem Album (mit Hits wie „Breezeblocks“, „Something Good“ oder „Tesselate“) war die Latte fürs Follow-Up-Album hochgesetzt. Im September 2014 war es dann endlich so weit: „This Is All Yours“ erschien und alle Fans und Musikkritiker stürzten sich auf die neue Platte. Der aufgewirbelte Staub hinterliess zweierlei Fussspuren: Einerseits gab es hochgradiges Lob (bsp. Q Magazine verlieh dem Album Platz 2 der Bestenliste von 2014!) und andererseits abgrundtiefe Kritik (bsp. Pitchfork gab dem Album 4 von 10 Punkten). Die Menschen von Pitchfork äusserten ausserdem folgende rauhe Worte:

„Regardless, the issue with This Is All Yours has little to do with hype or unfair standards and everything to do with the album in question being really dull and tuneless—a frustrating development for those who still believe in alt-rock as an incubator for unfashionable and undeniably great bands.“

Pitchfork meint, das Album sei beinahe eine Frechheit und von Tonlosigkeit nur so durchdrungen. Eine Enttäuschung für alle Fans etc. Ich weiss jetzt persönlich nicht, ob es zwei Alben dieses Jahr gegeben hat unter dem Namen „This Is All Yours“? Das muss fast so sein. Das Album, das ich besitze, höre und liebe hat nichts mit den Worten von Pitchfork gemein. (Ausser dass Pitchfork gemein ist. Hallo Wortspiel).

„I wanna be every button you press“

WESHALB MAN DAS GESCHENK „THIS IS ALL YOURS“ ANNEHMEN SOLL:
Das Album ist sehr abwechslungsreich: Von einer Konzeptalbum-haften Trilogie („Arrival in Nara“ / „Nara“ / „Leaving Nara“) über Hits („Hunger Of The Pine“, „Every Other Freckle“) über Spass-Lieder („Left Hand Free“) bis hin zu Cover-Songs („Lovely Day“) ist alles vorhanden. Selbst die verbindende Brücke zu ihrem Erstlingsalbum wurde mit einem Lied gebaut: „Bloodflood pt. II“ ist die geschmolzene Fortsetzung von „Bloodflood“. Es sei einem anzuraten, beide Lieder einmal hintereinander zu hören: Es öffnet sich ein Sumpf, der nur alt-J betreten kann. Ein Sumpf des Einzigartigen, Verwunschenen und Verworrenen. Eine Flut des Blutes zum Herzen hin.

MEHR BEITRÄGE ZU ALT-J? HIER ENTLANG BITTE:
Rezension: „This Is All Yours“
Konzertbericht: „Alt-J am Blueballs Festival, Luzern“

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