Konzertbericht: Purity Ring (Mascotte, Freitag, 24.04.2015)

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Selbst der Zürichsee freute sich auf das Konzert!

Der Name steht für Keuschheit, für Enthaltsamkeit und für ein Gelübde. Weshalb Purity Ring genau diesen Bandnamen auserkoren haben, ist ungewiss. Die Musik von Purity Ring hat jedoch nichts mit dem Namen selbst zu tun. Gestern Abend spielte das kanadische Duo im Mascotte ein fabelhaftes Konzert. Mit einer Lichtershow unterlegt, bei der Weihnachten gleich einmal einpacken kann.

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Früh waren sie dran – Megan James und Corin Roddick betraten um 20:10 die Mascotte-Bühne. Auf der Seite hingen Lichterketten. Ins Publikum wurden selbstleuchtende Luftballons geworfen. James trug ein weisses Gewand mit ausgestellten Schulterpolstern. Durch das Weiss ihres Kleides (PURITY???) ebnete sie sich bestens in die bunte Lichtwelt der Show ein.

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Die Dream Pop / Witch House Band Purity Ring gibt es seit 2010. Ihre beiden Alben heissen „Shrines“ (2012) und „Another Eternity“ (2015). Besonders „Shrines“ galt innerhalb der Blogging-Internet-Generation als eines der Geheimtipp-Alben der kommenden Zeit. Diese kommende Zeit sollte „Another Eternity“ sein. Wobei man gerade sagen muss, dass „Another Eternity“ nicht an die Feingliedrigkeit und Zartheit des Debüts herankommen.
Wie dem auch sei: Das gespielte Set gestern Abend im Mascotte war eine Mischung aus beiden Alben. Begonnen wurde das Ganze mit „Stranger Than Earth“. Dieses wurde abgelöst von „push pull“. Megan James´ Stimme klang während des Stücks sehr ätherisch und flach. Die Lichtershow überspielte jedoch die manchen schwachen Momente gekonnt. So waren die Lichter metrisch auf die Drum-Schläge von Corin Roddick abgestimmt.

Die Lieder vom neusten Album, „Another Eternity“ haben vielmehr vom Witch House Genre (mit Betonung auf House), als die Songs von „Shrines“. Bei Songs wie „Begin Again“ oder „Stillness in Woe“ wurde höchst wenig am Bass gespart. Das Resultat: Das ganze Mascotte wurde erschüttert – Richterskala 9. Natürlich war das jetzt übertrieben. Tracks wie „Lofticries“,Belispeak“ und (natürlich) „Fineshrine“ waren dagegen detailverliebt und filigran umgesetzt.

Das Publikum besass einen Kern aus auffällig gestylten Männern, die alle so um die Zwanzig waren. Manchmal fragt man sich, wie solche Fanbases entstehen. Auch war ein Grossteil der Besuchenden fremdsprachig, was ebenfalls interessant und irgendwie unerklärlich war. Ein Grund dafür wird wohl sein, dass Purity Ring hierzulande kein wirklich grosser Begriff sind. Die feine Musik mit düsteren, experimentellen Abdriftungen traf auf jeden Fall den Geschmack des Publikums: Auch die langsamen Beats wurden betanzt und bejubelt. Alles in allem war das Purity Ring Konzert ein Fest für die Sinne. Die persönlichen ästhetischen Ansprüche wurden vollends erfüllt. Auch der straffe Zeitplan (aufgrund der aufwendigen Lichttechnik) konnte vom Club Mascotte gut eingehalten werden.
Um 21.10 Uhr war das Konzert fertig. So früh wie nur selten.

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Eine Antwort zu “Konzertbericht: Purity Ring (Mascotte, Freitag, 24.04.2015)

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