**WAVEBUZZ FEBRUAR 2014 PLAYLIST**

Ist es anfangs Monat eigentlich schon erlaubt eine Playlist zu veröffentlichen, die sich dem ganzen Monat richtet? Gibt es eine Klausel innerhalb der Zeitregelung, die das verbietet? Wenn ja, dann betreiben wir hier etwas präventive Revolution. Das ist die kommentierte Februar 2014 Playlist von Wavebuzz. Mit Künstlern wie Phantom Love, Broken Bells, Breton, Angel Olsen, Glasser, Mark McGuire und einigen mehr!

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I PHANTOM LOVE – CRAVE FOR LUST
Phantom Love ist ein Soloprojekt aus Italien, gestartet von Valentina Fanigiulo. Die Musik ist vollends elektronisch mit Einschüchterungspotenzial. Sie zeichnet sich durch atmosphärische Zurückhaltung aus, welche eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Die Entscheidung, ob entspannend oder angespannt ist noch nicht gefallen. „Crave For Lust“  ist die erste EP des seit März 2013 bestehenden Projektes.

II BROKEN BELLS – PERFECT WORLD
Wer uns öfter liest, weiss, dass wir Broken Bells vielleicht etwas angefressen gern mögen. Das Lied „Perfect World“ ist das erste ihrer Scheibe „After The Disco“. Nach der Disco ist vor der Disco. Vergänglichkeit, Wahrnehmungsfragen und Liebe sind Themen der Menschlichkeit

III ANGEL OLSEN – HI-FIVE
„Half Way Home“ hiess das letzte Folk-Album der Dame aus Chicago mit der verträumten Stimme, Angel Olsen. Hi-Five enthält psychedelische Country-Beats und ist von ausdrucksreichem Gesang geprägt, der sich zwischen Verzweiflung und Geständnis hin und her bewegt. Die Frau im goldenen Glitzerpulli kann viel.

IV SUN GLITTERS – THREE, FOUR DAYS
Bei der Recherche zu Sun Glitters stolperten wir über etwas Zufälliges, das wohl der poetischste Wikipedia-Eintrag weltweit ist. Ihr könnt es euch denken – es gibt einen Eintrag zu „Sun Glitter“ auf Wikipedia (>>hier<<) ! Da haben wir doch glatt ein wenig die gute Band vergessen, um die es in diesem Lied eigentlich geht. „Three, Four Days“ ist ein verträumtes Pop-Stück mit Elektroelementen des neuen Albums „Scattered Into Light“, das sowohl an Warpaint als auch an (nennen wir es mal) „Kanada-Elektro“ (à la Braids, Grimes oder Purity Ring) machen. In diesem Sinne, Wikipedia:

„Sun glitter is a bright, sparkling light formed when sunlight reflects from water waves.“

V ÁSGEIR – GOING HOME
Heimgehen. Diese Musik hören. Zuhause sein.
Mehr soll nicht gesagt sein zu diesem Menschen, der gekonnt zwischen Fussabdrücken wie denen von Bon Iver oder Antony Hegarty herumwatet. Ausser: Ásgeir ist in seiner Heimat Island bereits ein kleiner Star. Die Texte jedoch stammen fast alle ausschliesslich von seinem Vater.

VI  GLASSER – SHAPE
Hach. Entzückter könnten wir von unserer Februar-Playlist kaum sein! Glasser ist wieder so etwas, das sich in jeder Lebenslage hören lässt. Verschlungen von dumpfen Electro-Beats wird man unweigerlich hineingezogen, hinein ins Intérieur eines besseren Lebens. „Shape“ heisst das erste Lied des achtbaren Albums „Interiors“, das schon seit 2013 auf dem Markt ist. Glasser (aka Cameron Mesirow) supportete bereits The xx und Jónsi von Sigur Rós auf Tour. (Falls Zeit und Liebe zur Geometrie, Musikvideo anschauen!)

VII DROWNERS – BAR CHAT
Chit Chat & Blah Blah machen die Drowners, die wir diese Woche auch innerhalb eines vergangenen Blogposts (>>hier nachzulesen<<) vorgestellt haben. Die vier Jungs aus Wales / New York City machen Musik fürs leichte Gemüt. Angelehnt an alterwürdigen Brit Rock Ikonen wie Suede oder The Smiths greifen die Drowners auf deren alte Rezepte zurück und kochen sie neu. Schmeckt geniessbar, die Musik der hübschen Jungs.

VIII BRETON – ENVY
Zugänglich und fetzig-frisch ist Bretons Single „Envy“. Fast an „Holy Fire“ der Foals wird man erinnert… Die Synthie-Strings am Schluss noch hineingeklatscht ist das Lied eine interessante Ansammlung allerhand Soundelementen, die es zu beneiden gilt.

IX JA, PANIK – POST SHAKEY TIME SADNESS
„Wir steigen ins Taxi, es wird Morgen ich wollt’s schon nicht mehr glauben“ – Lyrics so sinnlos, Lyrics so schön. Eine simple 3-Akkord-Melodie mit einer hauchig flachen Stimme noch draufgeklatscht – das sind die „neuen“ Ja, Panik. Sie haben im Januar ihr neues Album „Libertatia“ herausgegeben, das nicht (nach eigenen Angaben der Band) in die Reihe der vergangenen Alben passt.

X BECK – WAKING LIGHT
Beck streut und streut seine neuen Lieder aus wie übersättigter Blütenstaub. „Waking Light“ folgt auf „Morning Phase“. So wach klingt das Licht bzw. Lied jedoch noch nicht, braucht wohl noch eine weitere Lied-Veröffentlichung, um den verträumten ewig dichtenden Singer- / Songschreiber vollends aufzuwecken…

XI MARK MCGUIRE – TO THE MACROBES (WHERE DO I GO?)
Pitchfork verleiht dem neuen Album „Along The Way“ von Mark McGuire 7.9/10 Punkten und lässt uns aufhorchen: Mark McGuire versuche ironisch bleibend das Transzendentale zu erfassen. Was lässt sich darunter verstehen? Wir hören hinein und finden tatsächlich eine nicht alltägliche Klanglandschaft vor, die synästhetisch betrachtet an ein Gemälde von Salvador Dalí erinnert („Die Beständigkeit der Erinnerung“ zB). Makroben, die Gegenteile von Mikroben, die Riesen. Sie werden besungen, beschworen. Tief und sorgenlos zugleich.

HIER DIE VOLLE LISTE VIA SPOTIFY: 

KEEP BUZZIN‘ „for tonight my jewellery“

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