Rezension: 2:54 – The Other I (Bella Union, 2014)

Sie heissen 2:54, benannt nach der Lieblingsminute im Song „A History Of Bad Men“ von The Melvins. Colette und Hannah Thurlow sind Geschwister und Gesichter der Band. Eigentlich aus Irland stammend, sind sie jetzt seit einer geraumen Zeit in England wohnhaft. Mit ihrem zweiten Album „The Other I“ könnte das Alternative-Shoegaze-Gemisch versuchen sich die Briten an ihrem Underground-Durchbruch. Ob er gelingt?

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Inspiriert von ihrem Lieblingspoeten Percy Shelley kreierten Colette und Hannah Thurlow den Albumtitel „The Other I“. Sie greifen die Idee eines zweiten Ichs auf, das in einer anderen Person lebt. Die Single „Blindfold“ jedoch (die uns zum Album geführt hat) sieht keines der beiden Ichs. Sowohl die Augen als auch die I´s (Englisch aussprechen und es ergibt sich ein Wortspiel) sind verschlossen. Die suppressive Stimmung ist beklemmend und schön zu gleich. Das Lied „Sleepwalker“ mischt The Cure Gitarrenriffs mit The Cranberries Vocals und ist so Neunziger, dass man beinahe wieder bauchfrei und Glitzer tragen möchte. Beinahe.

„The farther I go, the lesson I learn
I don’t want to find my way back home
Just another way, just another way I keep on finding more“.

Tracklist:
1. Orion
2. Blindfold
3. In The Mirror
4. No Better Prize
5. Sleepwalker
6. Tender Shoots
7. The Monaco
8. Crest
9. Pyro
10. South
11. Glory Days
12. Raptor

„South“ ist von der Melodie her gesehen das fragilste Stück auf der zwölfteiligen Tracklist. Einige Songs besitzen allerdings eine Schwäche. Sie fangen vielversprechend an, entwickeln sich dann aber kaum und werden somit teils langwierig. Dazu gehören unter anderem „Tender Shoots“ und auch das zunächst rockige „Crest“. Die Loops aus den immerselben Ton- und Textfetzen verlieren sich dann leider etwas im Universum des Unspektakulären. Im selben Universum verbergen sich allerdings auch leuchtende Sterne, wie „Orion“. Der Eröffnungstitel trumpft mit dumpfen Drums und imposanten Post-Punk Gitarren.

FAZIT
Ob das Album 2:54 zum Erfolg verhelfen wird, wird die Zeit zeigen. Es besitzt Stärken und Schwächen gleichermassen. Reichen wird es jedoch sicherlich für etwas: 2:54 minutes of fame.

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3 Antworten zu “Rezension: 2:54 – The Other I (Bella Union, 2014)

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