Rezension: Monika – Secret In The Dark (Other Music Recordings, 2015)

Monika Christodoulou ist Griechin und seit 2005 mit verschiedenen Solo- und Bandprojekten musikalisch aktiv. „Secret In The Dark“ ist ihr mittlerweile drittes Album (nach „Avatar“ und „Exit“) und spätestens jetzt wird es Zeit, sich etwas näher mit ihrem Art-Pop-Disco-Funk-Mix auseinanderzusetzen.

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Geheimnisse, in Dunkelheit verborgen
Auf dem 12-teiligen Album, das seit Oktober 2015 erhältlich ist, schlummern unzählige Hits: „Babyboy“ zum Beispiel ist veschlafene After-Hour-Musik; der posthume Traum nach einer auschweifenden Partynacht. Die üppige Stimme von Monika erinnert dabei stets etwas an Debbie Harry. Der gleichnamige Track zum Albumtitel, „Secret In The Dark“, besitzt ein Disco-Beat als ob er in den 70s gemacht worden ist. Retro und Moderne sind zwei Dinge, die sich auf dem dritten Album der Griechin vereinheitlichen und somit eine Zeitlosigkeit erzeugen. Die Dunkelheit wird stets gebrochen von zugänglichen Melodien und warmen musikalischen Arrangements.

Drama und Abstraktion
„Secret In The Dark“ ist ein Album aus einem Guss, es lässt sich sorgenfrei in seiner Gesamtheit konsumieren. Das chorale „Intro“ verspricht, verheisst und skizziert umrissartig, was folgen wird. Und das ist Drama, Emotion und Dämmerung, getränkt in fassbare Melodien, die man schnell ins Herz schliesst. „We Came Into This World (To Beat Them)“ wirkt wie ein fein erstelltes Konzept einer Geschichte, erzählt in der Sprache Art-Pop. Ein weiteres (und wahrscheinlich auch das beste) Schmuckstück des Albums ist die Zusammenarbeit mit Andrew Wyatt, besser bekannt als Sänger der schwedischen Electro-Gruppe Miike Snow. „Shake Your Hands“ ist ein lebensbejahendes, dynamisch-freudvolles Stück, das niemals ins Kitschige abrutscht (obwohl solche cheesy Dinge gesungen werden wie „… I turned and kissed her – and with a smile upon my face i said I want you“). Monikas Geheimnisse der Dunkelheit sind eben gar nicht so dunkel. Und es ist auch kein Geheimnis, dass man dieses Album fast zu jeder Zeit sorglos auflegen kann. Kaum jemanden wird es auf die Nerven gehen.

Denn wer hat schon was gegen geradlinige Hübschheit? (…“Hübschheit?“ „Hübschhaftigkeit?“ „Hübschness?“)

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