Konzertbericht: Kid Ikarus, Lord Kesseli and The Drums (28.04.2016, Bogen F)

Genau eine Woche ist es her, seitdem die Zürcher Band Kid Ikarus ihr neustes Album auf den Markt gebracht hat. Seit dem 22. April 2016 kann man sich die Scheibe anhören und gestern, da wurde offiziell auf ebendiese neue Musik angestossen. Im Bogen F spielten Kid Ikarus und wurden von der St. Galler Band Lord Kesseli & The Drums supported. Hier ein Bericht von Weihrauch und Wein und Rauch.

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Ein Lord mit einem Kessel voll mit Weihrauch
„Lord Kesseli and the Drums play slowed down, electronic club music, or in other words synthetic Science Fiction with analogue raging sounds., steht in der Band-Beschreibung auf Facebook. Die Label-Kollegen von Kid Ikarus (beide beim hauseigenen Label Ikarus Records untergebracht) haben der synthetischen Science-Fiction freien Lauf gelassen und nicht nur durch Musik die Fantasie des Publikums zum futuristischen Schwingen gebracht; Durch eine geballte Portion Weihrauch wurde man als zuhörende / -riechende Person auf eine olfaktorische Reise geschickt. Dieses synästhetische Erlebnis war ideal als Einstieg eines sphärischen Abends.

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Kid Ikarus und der musikalische Flug zur Sonne
Nach der ersten Performance von Lord Kesseli & The Drums, die an einigen Teilen entfernt an Sonic Youth erinnerte, war es nun an der Zeit für den Hauptact. Viele neue Tracks der Platte „Playback Dreams“ wurden nun von Kid Ikarus zum Besten gegeben. Fünf Jahre Zeit nahmen sich die Zürcher bis zu diesem Album. Seither hat sich der Stil der Band „beruhigt“, aus Post Rock wurde experimentierfreudige Electro-Musik. Diese Sounds passten perfekt zur andächtigen Stimmung, die während des Konzerts herrschte. Man musste den intelligenten Arrangements schon ganz genau lauschen, um ihnen folgen zu können. Die Musik von Kid Ikarus klang wie eine Idee, ein Geistesblitz, den es einzufangen galt. Gab man einen Moment nicht Acht, war die Idee wieder verschwunden im Meer der Möglichkeiten von Gedanken.

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Geplante Experimente
Sowohl bei der Musik als auch bei der Performance hatte man den Anschein, dass die Stücke – trotz experimenteller Ausstrahlung – bis ins feinste Detail geplant und geübt sind. Dieses vermeintliche Paradoxon gilt es stets zu überwinden; Denn nur wenn gut Einstudiertes spontan wirkt, ist ein Konzert gut und authentisch.

Und Authentizität hat die Zürcher Band Kid Ikarus bei ihrer Plattentaufe gestern sehr wohl gezeigt.

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