Juli Playlist 2018 mit: Deafheaven, Gang Gang Dance, Nana Adjoa etc.

Sommerloch, Januarloch… Das klingt doch alles so negativ. Und warum ist es dieses Jahr eigentlich so heiss? Ich will wieder die Kälte? Und im Winter? Im Winter will ich aber nichts sehnlicher als im Fluss baden gehen zu können. Dann ist aber immer zu kalt. Hier eine Playlist, die dich mittet, die dich nicht in den anderen, grüneren Garten schauen lässt. Hier (klicke hier) ist eine Playlist fürs Jetzt. Für den Sommer und den Winter, dich.

1 Gang Gang Dance – Lotus (edit)
„Lotus“ ist ein Lied von Gang Gang Dance, das nach einer fernen Reise klingt: Als ob man beispielsweise – der Titel könnte dafür ein Indiz sein – den Lotustempel in Neu-Delhi betreten würde. Der Tempel sieht zwar aus wie etwas Bekanntes (eben: eine Lotusblüte, siehe hier), ist aber keine Blüte, sondern ein Tempel. Diese Eigen- und Einzigartigkeit lässt sich auch auf die Musik der New Yorker Band anwenden. Der Sound besteht aus bekannten Mustern, die aus neuen Klangmaterialien zusammengesetzt ist. Es ist ihr erstes Album seit einer geraumen Zeit (7 Jahre, um es genau zu nehmen). „Kazuashita“ heisst es – und nur weil das Wort „shit“ darin enthalten ist, heisst das nicht, dass nicht auch das Wort „hit“ darin enthalten ist.
(Gut? Okay.)

2 Damon Albarn, The Orchestra of Syrian Musicians – Out Of Time
Aus dem Jahr 2016, „Out Of Time“ quasi ist das ein Reissue des Blur-Songs (als Teil eines Albums namens „The Orchestra of Syrian Musicians & Friends“). Und er klingt, in welcher Zeit auch immer, in dieser Version, zeitlos.

3 Thomas Azier – Echoes
Thomas Azier ist ein holländischer Electro-Pop-Sänger, der vor einigen Wochen eine EP namens „Stray“ veröffentlicht hat. Darauf sind hochgradig zugängliche Songs zu finden, die nach einem Mal hören ……. wie ein Echo hängen bleiben. (ein Echo hängen bleiben).

4 The Howl & The Hum – Portrait I
Die Pressetexterin (der Pressetexter) von The Howl & The Hum hat in der Bandbeschreibung auch etwas tief im Bastelkästchen der Analogien gegraben:

„The Howl & The Hum are a miserable disco who write Bond themes for films where Jimmy is still hung up on that girl. They combine dark hypnotic pop with post-punk influences, pierced with lyrics that make you call your mum the next morning.“

Die Band aus York führt diesen dunklen hypnotischen Pop allerdings sehr überzeugend durch. Das findet auch das englische Clash-Magazine und vergleicht das Quartett sogar mit Grössen wir Portishead oder Massive Attack.

5 L_cio – Canto
Dieser Song, „Canto„, hat sich irgendwie reingeschlichen. L_cio ist ein brasilianischer Electronica-Künstler mit der Homebase São Paulo, der nicht DJ sein will, sondern tiefere der Dimensionen der Club-Kultur erobern möchte. 

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6 Deafheaven – You Without End
„Ordinary Corrupt Human Love“ ist das vierte Album von Deafheaven. Deafheaven sind dem sogenannten Blackgaze und dem Blackmetal zuzuordnen. Das neue Album besitzt herrliche Instrumentalarrangements. Einzig beim Gesang ist das – zumindest für mich, die diesen Text verfasst – immer noch schwierig, sich mit dem „Growling“-Gesang anzufreunden.

7 Nana Adjoa – Honestly
Die Sängerin mit Wurzeln aus Holland und Ghana Nana Adjoa ist mit ihren abgerundeten Songs, der Arrangements und ihrer Stimme ganz klar ein „Artist to watch“. Respektive ein „Artist to listen“. Thematisch und musikalisch beschäftigt sich die Sängerin mit Themen wie Gender, Herkunft und der Gesellschaft an sich, wie sie hier in diesem Interview erzählt.

8 Topdown Dialectic – A2
Topdown Dialectic sind wie es oftmals bei elektronischer Musik der Fall ist, sehr schwierig fassbar und somit auch beschreibbar. Die neue EP wird aber von Pitchfork als „Best New Music“ gehypt und die Songs auf dem neuen Album kommen in feinsäuberlicher Reihenfolge daher (A1, A2 … bis B4) und sind alle genau 5 Minuten lang. Wir haben hier einmal A2 ausgepackt. Los geht die Autobahnfahrt.

 

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