Weltfrauentag: 8 female Acts zum 8.3.

Weltfrauentag. Hier das Wort für dich, Google Search. Und wie alle Blogs, Medien-„outlets“ oder Privatpersonen mit Social Media Accounts wollen wir auch hier diesen Tag nutzen (auch weil wir wieder einmal etwas Content brauchen). Es ist ein Post, der allerdings sehr leicht fällt, weil dieser Tag anders als der Katzentag Relevanz hat. Hier stellen Monique und ich euch 8 weibliche Acts zum 8. März vor. (Okay, auch der Katzentag hat Relevanz).

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1 Grace Carter
„Amazing Grace“, wie die junge Sängerin aus Brighton bereits von der UK-Presse betitelt wird, verzaubert mit stärkstem Soul-Pop. Die Lieder klingen wie die traurigsten Liebeslieder – dabei geht es aber um die erste Liebe überhaupt, die bei Grace zerbrach: die Liebe zu ihrem Vater. Die Songs auf ihrer ersten EP „Why Her Not Me“ sind dahergehend regelrecht zerschmetternd, wenn man sich auf die Lyrics achtet. Auf ihrer neusten Single „Heal Me rechnet sie ab:

„I´m not waiting for you to cure, you to heal me,
I´m not waiting for, for your love, you can keep it“…

In der Musik von Grace Carter steckt trotz der Melancholie gleichermassen viel Lebensfreude drin. Diese Energie ist ansteckend und schlichtwegs schön. (Grace Carter spielt übrigens am 5. April in Zürich im EXIL.) Hier ein Live-Auftritt bei A COLORS SHOW ihres Übersongs „Ashes“.

2 Yorina
Etwas Paris und reichlich The Dø (für die betrieb sie auch Kostümdesign). Auch die französische Electro-Pop-Sängerin Yorina verarbeitet in ihren Songs oftmals den Tod ihres Bruders. Ihre Lieder sind glasklar und Sofort-Ohrwürmer. Nach einmaligem Hören kann man die schlichten Songzeilen fast gezwungenermassen auswendig.

3 The Dawn of MAY
Hier ist man nah an Klassik. Dies aber ohne jeglichen Staub zu berühren. The Dawn of MAY war gerade unter anderem in Deutschland und UK mit BASTILLE unterwegs. Lieder wie „Last September“ versprühen fast ein bisschen Americana mit viel dunklen Winterschlafgefühlen. Ausserdem klingt die Stimme der Sängerin wie ein grosses Streichinstrument.

4 Connie Constance
Wieder einmal in England: Connie Constance zelebriert wie viele Artists den klassischen Genre-Mashup. Da wird Indie mit Rock mit rhythmisch-souligen Vocals kombiniert und verpuzzlet, sodass auch wir als Zuhörende etwas ge-„puzzled“ sind. Die Künstlerin betont, dass sie selbst viel Handlungsspielraum für ihr Schaffen beansprucht; So schreibt sie ihre eigenen Briefings für Visuals und möchte das auch bei ihrer Musik so handhaben.

5 Bryde
Die Sängerin Sarah Howells ist Bryde. Die aus Wales stammende Sängerin war früher Teil von Paper Aeroplanes. Die Band Paper Aeroplanes ist ähnlich wenig bekannt wie Howells neustes (so neu auch nicht mehr, gestartet vor etwas 2 Jahren) Projekt Bryde. Bryde ist aber dennoch hervorzustreichen aus der Masse, da sie hervorragendes Singer-Songwriting an den Tag (und sicherlich auch an die Nacht) legt. Sie besitzt eine bemerkenswerte Stimme und eine Wut in ihren Songs, die ansteckt, ohne aggressiv zu sein. Unmut mischt sich mit Poesie und Kapitulation vor dem Unveränderlichen.

6 Videoclub
Videoclub haben lediglich zwei Songs draussen. Sie bestehen aus Adele Castillon und Matthieu Reynaud, Schauspieler. Die Musik ist ziemlich aus Luftpolsterfolie-Plastik und verkauft einen französischen Lebensstil der modischen, abgeklärten & sexuell liberalisierten Jugend (unbedingt die Instagram-Accounts der beiden anschauen: @9mattyeux & @adelecastillon). Kein Wunder heisst auch ihr Hit-Song (wenn man denn aus 2 Songs überhaupt einen Hit-Song haben kann) „Amour Plastique“.

7 Ibeyi
Das französisch-kubanische Duo Ibeyi gehört wohl zu den wichtigsten musikalischen Vertreterinnen eines intersektionalen Feminismus. Die beiden Schwestern, deren Vorfahren als Sklaven von Nigeria nach Kuba gelangten, singen auf Englisch, Französisch, Spanisch und Yoruba und thematisieren in ihren Songs unter anderem die Diskriminierung und sexuelle Gewalt, die (schwarze) Frauen in ihrem Alltag erleben. Zum Frauentag besonders empfehlenswert ist die emanzipatorische Hymne „No Man Is Big Enough For My Arms“.

8 Ina Deter
Zum Weltfrauentag lohnt sich auch immer ein Blick auf die Vorkämpferinnen der Vergangenheit. So etwa auf die deutsche Liedermacherin Ina Deter, die 1982 mit ihrem Song „Neue Männer braucht das Land“ die aktuellen Debatten über Männlichkeitsbilder vorwegnahm.

Was sind deine weiblichen <3-Acts? Schreibe uns eine E-Mail: wavebuzz@gmx.ch. (jap, gmx. 🙂 )

 

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