Release Friday: Mit Balthazar, TOY, The Dandy Warhols und MONO

Mit Balthazar, TOY, den Dandy Warhols und MONO veröffentlichten letzte Woche gleich vier Wavebuzz-Lieblinge neue Musik. Monique hat für euch reingehört.

Letzte Woche, am 25. Januar, war „Release Friday“. Und wer kennt es nicht: Man steht im Plattengeschäft, sieht sich die aktuellen Neuveröffentlichungen an und würde am liebsten überall zugreifen. Doch ein Blick auf den Kontostand verrät schnell: heute nicht. Man muss sich also entscheiden. Und das ist manchmal gar nicht so leicht, insbesondere wenn die Zeit fehlt, sich durch das ganze Sortiment zu hören. Die Wavebuzz-Redaktion hat sich diese Zeit genommen. Unsere Empfehlungen zu den letztwöchigen Veröffentlichungen:

Balthazar – Fever

„Fever“ ist das vierte Studioalbum der belgischen Indie-Pop-Gruppe Balthazar, die mit Ohrwürmern wie „Bunker“oder „Blood Like Wine“ immer wieder für grandiose Konzerterlebnisse sorgten (so etwa 2015 im Mascotte, Wavebuzz berichtete). Leider kann ihr jüngstes musikalisches Oeuvre da nicht mithalten. Die 10 Songs sind musikalisch und stimmungsmässig kaum zu unterscheiden, was der ansonsten schon eher monotonen Stimme Maarten Devolderes nicht gut tut. Ein ideenloser Versuch, an den Erfolg der Vorgängeralben anzuknüpfen. 

Lieblingstrack: “Fever”. Der erste Song des Albums besticht mit catchy Discobeats. Der Titel könnte glatt als Hommage an Saturday NIght Fever durchgehen.

Rating: 4/10

Empfehlung: nur für eingefleischte Balthazar-Fans 

TOY – Happy in the Hollow

Die Band aus Brighton schien sich nie so recht für ein Genre entscheiden zu wollen. Die ständigen Wechsel zwischen Indie Rock, Shoegaze und Psychedelic machten stets es unklar, wohin TOY mit ihrer Musik eigentlich wollten. Mit dem vierten Studioalbum „Happy in the Hollow“ folgt nun endlich ein klares Statement: Psychedelic zieht sich als Bindeglied durch die 11 Titel durch. Die gelegentlichen Genreausflüge – etwa in den Industrial-Pop der 80er („Strangulation Day“) oder in den kosmischen Krautrock („Energy“)  – sorgen für ein stringentes, aber dennoch abwechslungsreiches Hörerlebnis.

Lieblingstrack: “Energy”. Wie der Titel schon suggeriert: ein energiegeladener Song. Der aber zugleich zum Abdriften in Gedanken verführt.

Rating: 8/10

Empfehlung: für Liebhaber des Psychedelic Rock, die auch düstere Seiten des Lebens zu schätzen wissen.

The Dandy Warhols – Why You So Crazy

Die Dandy Warhols sind den meisten wahrscheinlich aufgrund ihrer Hits aus den frühen 2000ern ein Begriff („Bohemian Like You“, „The Last High“). Dass die Portlander Rockband ein neues Album veröffentlicht hat, ist wahrscheinlich auch an vielen Fans vorbeigegangen. Und damit haben sie wirklich nichts verpasst. „Why You So Crazy“ sind 12 fantasielose psychedelic-angehauchte Tracks, die auch durch gelegentliche Versuche, mit technoiden Synthesizer-Einspielungen Spannung aufzubauen, nicht besser werden.

Lieblingstrack: „Thee Elegant Bum“. Aber auch nur, weil ich beim Titel etwas schmunzeln musste.

Rating: 2/10

Empfehlung: nein.

MONO – Nowhere Now Here

Die japanische Post-Rock-Band feiert dieses Jahr ihr bereits zwanzigjähriges Bestehen. Und ihre neue Platte ist dieser Jubiläumsfeier würdig.„Nowhere Now Here“ sind 10 perfekt durchkomponierten Songs, die mit einem Wechselspiel von ruhigen Instrumentalpassagen und ächzenden Gitarrenriffs mitreissen. Auch gelegentliche Gesangspassagen („Breathe“) sind dabei – was für die Band, die sonst ausschliesslich instrumental unterwegs ist, eher unüblich ist. Dramatisch, düster und doch abwechslungsreich gehört das neuste Album der vier Japaner definitiv zu ihren besten.

Lieblingstrack: “Nowhere, Now Here”

Rating: 9/10

Empfehlung: Für Post-Rock-Hörer ein MUSS. Aber Post-Rock ist nicht jedermanns Sache. Und MONO gehören (auch mit ihrem neuen Album) nicht zu den zugänglichsten Gruppen. Genrefremde Fans werden sie also weiterhin wohl nicht überzeugen können.

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