FOR NOISE FESTIVAL 2013; Poliça, Franz Ferdinand, Crystal Castles

Die Festivalsaison geht noch und nöcher zu Ende. Schade schade! Das letzte Openair und Festival ist nun auch für uns durch. Wir waren letzten Samstag in Lausanne und haben Poliça, Franz Ferdinand und Crystal Castles angeschaut-angehört. Lest hier über unsere Eindrücke aus der Romandie:

For Noise Festival 2013 - Ein kleines Schwiizer Reisli.

For Noise Festival 2013 – Ein kleines Schwiizer Reisli.

  Das „For Noise“ im Lausanner Vorort Pully war mit dem Shuttle-Bus (zunächst via unfreiwilligem Umweg zum Geländeparkplatz) mehr oder minder schnell erreicht. Der letzte Regen schwand dahin, die Menschenmenge füllte sich. Um 20:15 Uhr gewohnt schweizerisch pünktlich, begannen die Amerikaner Poliça ihr Set. I. POLIçA: „You are waiting for the bigger bands, aren’t you?“

"after all I'm married to the wandering star" - Poliça am For Noise Festival

„after all I’m married to the wandering star“ –  Channy Leaneagh von Poliça

Die Stimmung im Publikum war entspannt und es waren anfangs zum Konzert ungefähr so viele Leute an der Bühne, wie ein durchschnittlicher Mensch Finger an seinen Händen hat. (Gut für unsere Position, schlecht für die Band?) Einen solchen Bekanntheitsgrad haben Poliça wahrhaftig (noch) nicht, jedoch schien diese kleine Anzahl an Menschen doch eine grosse Untertreibung zu sein. Nichts desto trotz: Das Konzert war unglaublich und hat sich vom ersten Song an qualitativ immer mehr in die Höhe gesteigert. Spätestens bei „Wandering Star“ hatte die 4-köpfige Band aus Minneapolis das ganze Publikum (dann waren es sicher bereits über 100) in der im Gitarrenkoffer.

Als Channy Leaneagh dann noch schüchtern mit leicht gebrochenenem Stimmchen sagte: „Thanks for coming and watching us. We are so incredibly happy to be here. (…) uhm and please say Hi to Crystal Castles to us. We have to leave early and they’re like one of my favourite bands…“ hatten Poliça Musik und Charme ausgezeichnet eingesetzt.

II. FRANZ FERDINAND: „To a Saturday night or a Sunday morning. Good morning.“ Die alten Häschen hoppeln wieder: Mit diesem etwas unweisen Satz soll gesagt werden, dass Franz Ferdinand wieder „back to the roots“ gefunden haben und ihre Show DAS Highlight im bombastischen Sinne des Samstagabends war.
Wir als Publikum des For Noise seien gemäss der Band auch „the first audience that is listening to us live while our new Album is out!“ Alte Lieder, die nicht fehlen durften, fehlten nicht. „This fffire“ hat genauso gebrannt, wie auch „Michael“ sexy auf dem Dancefloor abging.

Denkt mal richtig und handelt richtig, hört euch das neue Album an :)

Jaja, sie habens wiedermal geschafft! Franz Ferdinand: you rocked Lausanne!

Von den neuen Songs war ihr „Right Thoughts Right Words Right Action“ ein Ohrwurm der ersten Instanz! Sie fanden die gesunde Mitte aus Alt-Bewährtem und Neu-Gutem. Wäre das neue Album nicht so gut, wäre auch das Konzert nur halb-gut gewesen. Abgeschlossen wurde das Konzert mit „Jacqueline“, die für Chips und Freiheit stirbt.

Als dann aber jemand ein „Outsiders“ Liederwunsch in die Menge bis zur Bühne hinaufschrie, folgte noch ein allerletztes Lied der Band. (Welches wohl?)
Ausserdem war der Sänger der vierköpfigen Band, Alex Kapranos, erstaunt über die Ausgelassenheit des Schweizer Publikums: „Normally Swiss crowds aren’t like this.“

III. Crystal Castles: III

Um 00:45 Uhr spielte die letzte Band des Abends: die Crystal Castles aus Kanada. Die Sängerin, Alice, hat den Tag zuvor ihren 25. Geburtstag gefeiert und feierte noch einmal mit der „For Noise“ Masse. Schade, dass sich alle Klänge ein wenig in der Luft verloren. Ein Crystal Castles Konzert sollte unserer Meinung nach eher in einem Club stattfinden, wo auch der ganze Klang eine das Publikum einbettende Masse bilden kann.

Not in Love. Crystal Castles.

Not in Love. Crystal Castles.

Des Weiteren fiel Alice beim obligaten Crowdsurfen (das macht sie fast bei jedem ihrer Konzerte) zu Boden, was ihr so gar nicht gefiel und deshalb stieg sie zugleich wieder auf die Bühne zurück. Die Musik und die Lichtshow waren punktuiert, bewusstseinsbeeinflussend und anmutig-benebelnd. Jedoch fehlte das ganz grosse „W“ des wow. Deshalb ist es ein kleines, aber es ist eins:

wow.

Ein Partyzelt am Festival. Wir waren nie drin.

Ein Partyzelt am Festival. Wir waren nie drin.

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