Track by Track Review: Placebo – Loud Like Love

LOUD LIKE LOVE, Das siebte Studioalbum von Placebo ist da! Wir hören es gleich einmal an für euch und sagen spontan und unfundiert, was wir darüber denken! Das Review erfolgt nach erstmaligem Hören und die Meinungen zu den Songs sind deswegen ziemlich frisch.

Let the *Stream of Consciousness* begin!!

Das grosse Wavebuzz "Track by Track"-Review zum neuen Placebo-Album LOUD LIKE LOVE

Das grosse Wavebuzz „Track by Track“-Review zum neuen Placebo-Album LOUD LIKE LOVE! 

Track 1: „Loud Like Love“

So heisst das Album, so heisst der erste Titel. Ich weiss ja nicht, ob Liebe Geräusche machen kann. Sie würde jedoch nicht so klingen. Hier ist ein bisschen zu viel Pathos drin verpackt, der abgegrast ist langsam.“Breathe Breathe –Believe Believe“ ist ein ziemlich magerer Refrain und ärgert sogar ein bisschen. Da war ein früheres Placebo Lied schon lieber:Das hiess „Breathe Underwater“, das war gut. Und unter Wasser ist sicher auch die Liebe nicht laut.

3  / 10

Track 2: „Scene Of The Crime“

Da packt Brian Molko schon ein bisschen mehr Placebo-heit aus, als beim vorigen eher mageren Track “Loud Like Love”.
Das Keyboard-Intermezzo ist herrlich und es scheint, als ob sich der generelle Sound ein bisschen mehr auf Rhythmus und Synths einlässt. Daumen Hoch für die Übeltäter dieses Songs!

6 / 10

Track 3: „Too Many Friends“

Diese bereits länger veröffentlichte Single „Too Many Friends“  trifft völlig in das melancholisch-kritisch-die-Welt-hinterfragende Herz.

Beim erstmaligen Hören anno Juli 2013 war ich schon ein bisschen hin und weg in der typischen Placebo-Manier.
Inhaltlich und musikalisch geht der Song eine perfekte Symbiose ein und hält unserer Computerwelt den Spiegel vor.
Die oberflächlichen Bekanntschaften und das „je mehr Freunde, desto besser“– Phänomen werden aufgezeigt und herrlich mehrdeutig als Tatsachen festgelegt. Brian Molko singt:

“(…) My computer thinks I’m gay
I threw that piece of junk
away on the champs-Elysees
as I was walking home.

I got too many friends too
many people that I’ll never
meet and I’ll never be there
for I’ll never be there for
cause I’ll never be there”

9 / 10

Track 4: “Hold On To Me”

Ich wollte den Song eigentlich schon schriftlich zerreissen: Als am Anfang die ungefähr 3-tönige (aber eher 1-tönige) Gesangsmelodie begann, war der Song für mich bereits abgeschrieben.
Jedoch geht er ein bisschen weiter noch (und wird sogar noch erträglich!): Der „Hold on To Me“-Gesangs-Loop und der noch spätere mit Geigen untermalte Sprechgesang retten den Song vor dem kompletten Reinfall.

„Ich halte an zu dir“, Lied vier.

4 / 10

Track 5: „Rob the Bank“

Da wirds nach Track 2 namens „Scene of the Crime“ (= Ort des Verbrechens) ja nochmals kriminell! Hier leitet uns Placebo zu dem Ort des Verbrechens, indem er uns sagt, wir sollen doch die Bank ausrauben. Hört man sich den Song jedoch genau an, (welcher ein typischer Placebo-Song ist, yay!), merkt man schnell, dass der Track eher ein Liebeslied mit Anhang zur Kritik der kapitalistisch geprägten Finanzindustrie.

„Rob the bank and take me home, make loooooooove“ £
(gedehnte Vokale sind das neue Schwarz).

7 / 10

Track 6: „A Million Pieces“

Auch hier ist das Keyboard ziemlich im Vordergrund und die Melodik des Albums zieht sich fort. Bisher ist „A Million Little Pieces“
ein sofortiger „den-hör-ich-mir-nochmal-an“-Song.
Brian Molkos Stimme bettet sich genau in die musikalisch aufgeschüttelte Decke hinein und strahlt vor zerbrechlicher und banaler Schönheit.

9 / 10

Track 7: „Exit Wounds“

Dumpfe Drums und E-Gitarren prägen das Intro von „Exit Wounds“. Hello there? Is this Depeche Mode? Nein, sie sind es nicht. (Und Hardcore-Depeche-Mode-Fans und gleichzeitige Placebo-Hasser sollen mir bitteschön den Vergleich vergeben und mich dennoch in den Himmel lassen!).
Nebst diesem unerwarteten und interessanten Intro ist dieser Song jedoch nichtsistens und verlangt nach dem „Exit“ Knopf. Auch das vermeintliche Ausbrechen der Emotion bei 2:00min erfolgt schlichtwegs nicht.

5 / 10

Track 8: „Purify“

Nein, das ist kein Clerasil-Hautpflege-Slogan, sondern der achte Song auf dem neuen Placebo-Album!
„There is too much choice around us“ singen Placebo in diesem hübsch instrumentierten Liedchen. Recht haben sie natürlich mit diesem First World Problem.
Sonst enthält der Track wenig Raum für Neues.

5 / 10

Track 9: “Begin The End”

Ein Zwischenstück, das so schleppend ist, dass man nicht darauf warten kann, bis endlich der letzte Song (“The End”) des Albums beginnt.

Track 10: „Bosco“

Bosco heisst wohl irgendetwas mit Holz. Auf dem Holzweg sind Placebo eventuell teilweise auf dem Album gewesen.

Ich muss sagen, meine eigentlich positive Einstellung zu Placebo ist einer kleinen Ernüchterung gewichen.
Der letzte Track ist aber gutes „Rainy-Weather-Whisky-Drinking-Playlist“-Material.

6 / 10

FAZIT VON DEM GESAMTEN ALBUM: 

Wir wollen & mögen Placebo für das, was sie sind:
Nicht die überragendsten Musiker, aber doch sind sie irgendwie auf eine seltsame Art Seelenberührer, die man nicht missen will. Deshalb freuen wir uns auch über dieses konfuse, qualitativ durchmischte „Loud Like Love“.

Songs wie „Too Many Friends“ oder „A Million Pieces“ und vielleicht noch „Rob The Bank“ scheinen es gut zu machen.

GESAMT-NOTE: 6 / 10

Und wir freuen uns aufs Konzert im Hallenstadion im November, wo auch Wavebuzz einige Eindrück erhaschen wird von der lauten Liebe des Placebo-Effekts.

Danke fürs Lesen (ihr könnt uns auch gerne einen Kommentar hinterlassen 🙂 🙂 🙂 ).
UND Falls ihr euch das Album anhören möchtet:
Hier die Playlist:

KEEP BUZZIN’

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4 Antworten zu “Track by Track Review: Placebo – Loud Like Love

  1. Pingback: Konzert Preview: PLACEBO at Hallenstadion, Zürich | WAVEBUZZ·

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