Die ultimativen Wavebuzz-Top-15-Alben 2013: #15 Everything Everything – Arc

Moin moin, Freunde der Jahresbestenlisten! Als Ausklang dieses musikalisch aufregenden Jahres präsentieren wir euch in den kommenden Tagen unsere 15 Lieblingsalben aus 2013. Weil es ja alles ganz wunderbare Kunstwerke sind, wollen wir uns nicht anmassen unter diesen auserwählten Fünfzehn noch eine Hierarchie herzustellen. Jedes dieser Alben ist für sich ein Meisterwerk und soll sich nicht im Wettkampf mit den anderen messen müssen.

Wir wünschen spannende Lektüren und beginnen mit:

Arc

Die ultimativen Wavebuzz-Top-15-Alben 2013 – EVERYTHING EVERYTHING – ARC

Das zweite Studioalbum der nordenglischen Band brachte ihr die erste Top-10-Platzierung in den britischen Charts ein und wurde allerorten gelobt.

Sänger Jonathan Higgs und seine drei Mitstreiter produzieren eine überdrehte Mischung aus Indierock und Electropop. Komplexe Songstrukturen und Rhythmen, atemberaubende Melodien und die Tatsache, dass Higgs‘ Vokabular über das des 08/15-Popmusikers weit hinausreicht, machen sie zur vielleicht aussergewöhnlichsten als Mainstream wahrgenommenen Band überhaupt.

Das klangliche Spektrum auf „Arc“ reicht von der exaltierten Nervosität der beiden ersten Singles „Cough Cough“ und „Kemosabe“ über kleine Popsymphonien wie „Duet“ bis zu zartbitteren Klagen wie „Armourland“ oder „Don’t Try“.

Bei ersteren erscheinen Klang und Gesang hyperaktiv, gehetzt, werden unterstützt von vor Energie schier berstenden, immer wieder repetierten Schlachtrufen wie „I’m coming alive! I’m happening now!“ – Da liegt eine Spannung in der Luft, „and that Eureka moment hits you like a cop car“: Wir sind da, wir leben!

Melancholie, Nostalgie, ja eine generelle Gedankenversunkenheit halten in „Duet“ Einzug. Wie auch „Armourland“ und „Don’t Try“ wohnt dem Song eine Verzweiflung inne: Die ewig junge Verzweiflung des Individuums auf der Suche nach sich selbst, überfordert vom ganzen Drumherum.  „I don’t know what’s real and what’s going on“ heisst es in „Duet“, einen Ausbruch aus seinem „autopilot life“ sucht der Protagonist in „Armourland“. Es sind diese nachdenklich gestimmten und nachdenklich stimmenden Texte, die Everything Everythings Zweitling nicht nur zu einem musikalisch berauschenden Werk, sondern auch zu einem sprachlich & inhaltlich herausragenden Album des Jahres machen.

Das ganze Album (Deluxe-Version – wow) kann man sich hier anhören:

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