Konzertbericht: Of Monsters And Men, Eishalle Deutweg, Winterthur (13.11.2015)

Island in der Eishalle! Of Monsters and Men kreuzten mit ihrem zweiten Album „Into The Woods“ wieder einmal in der Schweiz auf. Und hinterliessen ein warmes Gefühl beim Publikum in Winterthur (und einige sehr verschwommene Fotos…).

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EIN KLEINES ORCHESTER ERZEUGT GROSSE EMOTIONEN
Die Anzahl der Musiker auf der Bühne war verblüffend. Wie ein Kleinorchester entstanden Klänge, die sehr eng an die Albumversion gekoppelt waren. Fast konnte einen das Gefühl erschleichen, die Show sei Playback. Die Stimmen von Nanna Bryndís Hilmarsdóttir und Ragnar Þórhallsson harmonierten wie Erdbeeren mit Schlagsahne. Allgemein war das Konzert eher ein sanftes, geschmeidiges Erlebnis. Die Schlagsahne überzog sogar die neueren Songs, die im Vergleich zum Debütalbum eher düster sind, mit einer reichhaltigen Süsse. So wurde im Publikum seelig mitgeschwenkt und -geschunkelt und alle schienen irgendwie davongetragen.

KLINGEN ALLE SONGS GLEICH?
Ein kleines Manko, das persönlicher Natur ist: Die Songs von Of Monsters And Men tendieren manchmal zu einer gewissen Form von Eintönigkeit. Der „Kam-Dieser-Song-Nicht-Schon“ Moment ereilte mich, obschon kein Lied zweimal gespielt wurde (siehe Setlist, kein Song heisst gleich wie der andere!).

Thousand Eyes
Empire
King and Lionheart
Black Water
Mountain Sound
Slow Life
Human
I of the Storm
Backyard
Crystals
Hunger
Wolves Without Teeth
Lakehouse
Little Talks
Six Weeks

Encore:
Organs
Dirty Paws
We Sink

(Setlist: via setlist.fm)

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EIN KONZERT ZUM PIZZA ESSEN
Dass viele Songs ähnlich klingen mögen, lässt sich jedoch auch in eine positive Richtung schieben: Dadurch dass Of Monsters And Men es geschafft haben eine Charakteristik aufzubauen, verknüpft ebendiese alle Lieder miteinander und lässt sie ineinander verschmelzen. Durch die Präzision der Instrumentierung, durch die Harmonie der unverkennbaren Gesangsstimmen und durch die eigene Melodienstruktur schaffen es die Isländer, einen Nachhall zu erzeugen. Dieser Nachhall dauerte nach dem Konzert noch lange an. Als man die Eishalle Deutweg verliess. Auf dem Weg zum Shuttlebus in der Dunkelheit. Im Gedränge des Shuttlebusses. Im Zug nach Hause. Und in den Träumen der Nacht. Of Monsters And Men haben perfekt in dieses Freitagabend-Setting hineingepasst. Ein Pärchen in der Nähe ass eine Pizza zum Konzert. So war es ungefähr auch. Ein Konzert zum Pizza essen, um danach satt die Augen schliessen.

Songhighlights: „Human“, „Lakehouse“, „King And Lionheart“

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