Konzertbericht: So hell schienen Son Lux (04.11.2015, Plaza Zürich)

Son Lux ist ein dreiköpfiges Bandkonstrukt, gegründet von Sänger und Multiinstrumentalist Ryan Lott. Mit ihrem diesjährigen Album „Bones“ haben sie unsere Aufmerksamkeit erwerckt und wir sind ihren seltsamen trip-hoppigen Klängen in Zürich live auf die Spur gegangen.

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KOMPOSITION IM DETAIL
Ryan Lott arbeitet nebst seinem Projekt Son Lux auch immer wieder für die Filmindustrie. Seine bisherig grössten Erfolge waren Soundtracks zu den Filmen „Paper Towns“ (2015) und „The Disappearance of Eleanor Rigby“ (2013). Steuert man Musik einem Film bei, muss die Fähigkeit gut komponieren zu können, meist ausgereift sein. Und tatsächlich: Bei Ryan Lott merkt man, ob Filmmusik oder Bandprojekt, seine detaillierten geplanten Abläufe und Arrangements an. Wie die inneren Abläufe innerhalb der ganz eigenen Musik von Son Lux – so auch das Konzert im Plaza am letzten Mittwoch.

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EINE LIVE PERFORMANCE, DIE DIE ALBUMQUALITÄT ÜBERNIMMT
Der Bass wummerte. Die Drums waren wie die Tränen beim Zwiebelschneiden – unausweichlich und intensiv. Sowohl Repertoire als auch das musikalische Können des Trios war tadellos. Das Plaza war angenehm voll (man konnte den kleinen Finger noch bewegen). Um 9.45pm ca. begann das Konzert.

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Bald schon wurden Hits verschmettert wie „Easy“ oder „Change Is Everything“ (letzteres wurde sogar 2x in abgeänderter Form gespielt). Auch wenn die Hits (in Anführungszeichen) eher am Anfang gespielt worden waren, tauchte niemals ein Funke Langeweile auf.

Wie im Bann lauschte man den virtuosen Gitarrensoli, dem Beinahe-Sopran von Lott oder den crazy Drums. Intime, ruhige, gesättigte Momente unterbrachen die Musik in einem angenehmen Rhythmus. „Your Day Will Come“ hatte beinahe etwas Andächtiges. Die zwei Vögel, die zum Plaza-Interieur gehören, schienen dabei fast davonzufliegen.

„So open your ears
Open your ears
And tell me what you hear“

Gehört hat das Plaza-Publikum am jenen Mittwoch eine variierte Mischung an Musikstilen, an Gesangs und Instrumentierungstechniken und vor allem ein Konzert, das jeden Erwartungsrahmen sprengt. Bei Son Lux muss das menschliche Verlangen, alle Dinge in eine Schublade stecken zu wollen, ….nun ja….., in eine Schublade gesteckt werden.

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