Best Albums of 2015: Part I (Marino)

Dezember ist der Monat der Mikrowellenkost. Bestenlisten, „Best Ofs“ und „Best Ofs von Best Ofs“ findet man überall zuhauf. Alles wird aufgewärmt. Re-Konsum. Wir wollen auch!! Daher haben die Wavebuzz-Mitwirkenden ihre Alben 2015 gekürt. Als erstes dran, Marino Ferri (der mit dem Faible für Midtempo-Singer-Songwriting, wer kennt ihn nicht). ❤

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1. JOSH RITTER: SERMON ON THE ROCKS
Josh Ritter, einer der profiliertesten Singer/Songwriter der reichhaltigen us-amerikanischen Szene, beglückte uns 2015 mit seinem bereits achten Studioalbum. „Sermon On The Rocks“ ist poetischer Boogie für Atheisten, das serotoninhaltige Manifest eines begnadeten Liedermachers. Von Tom Petty über Bruce Springsteen bis zu Leonard Cohen sind Ritters Referenzen breit über das ganze Spektrum der Americana gefächert, seine Songs und Texte doch immer ganz eigen.

❤ Key Tracks: Getting Ready To Get Down, Where The Night Goes, Homecoming.

2. JOHN GRANT: GREY TICKLES, BLACK PRESSURE
Der bartauffällige Wahlisländer knallte uns, gewohnt gelehrt und zynisch, ein weiteres Soloalbum um die Ohren. Verschrobener Electropop mit unterkühlten Grooves, wahnwitzigen Sound-Spielereien, vollkommen befreit von lyrischen Scheuklappen und Hemmschwellen. John Grant ist vielleicht der ehrlichste Popmusiker weit und breit – und ein begnadeter Songwriter dazu.

<3 Key Tracks: You & Him, Voodoo Doll, Disappointing.

3. WOLF ALICE: MY LOVE IS COOL
Das Debüt des Jahres : Indierock von der allerbesten Sorte, die Gitarren unverhofft zwischen sanftmütigem Geschrammel und zornigen Eruptionen pendelnd. Rohe Energie und verführerische Melodien in grandiosem Wechselspiel. Aus einem Kinderreim machen sie die Ballade des Jahres („Silk“), aus der dunklen süssen Stadt der Kindheit einen Hardrock-Song, dessen Riff selbst Tony Iommi Gänsehaut bescheren dürfte („Giant Peach“).

❤ Key Tracks: Bros, You’re A Germ, Giant Peach.

4. MATTHEW E. WHITE : FRESH BLOOD
Es war ein Jahr der Bärte : Matthew E. White, der mit seinem zweiten Soloalbum auftrumpfte, ist ganz Haar und wilde Klamotten und musikalisches Arrangement-Genie. Während ein anderes auf seinem Label Spacebomb erschienenes Album (Natalie Prass) in etlichen Bestenlisten des Jahres zu finden ist, hat es Whites Soloeffort zu Unrecht nicht so häufig geschafft. Wenn Popmusik im Jahr 2015 professionell war, dann hier. Eine Engelsstime, die Einsicht: Musik lässt sich nicht durchschauen und ihre musikalische Gegenthese als perfekte inszenierte orchestrale Glückseligkeit.

❤ Key Tracks: Rock And Roll Is Cold, Fruit Trees, Vision.

5 1/2 THE FRATELLIS : EYES WIDE, TONGUE TIED 
Der Beweis, dass einige der Party-Schrammel-Indiebands der frühen 2000er-Jahre das Guter-Wein-Gen besitzen und würdevoll ins Alter schreiten. The Fratellis haben sich instrumenten- und songwriting-technisch glänzend entwickeln ohne dabei ihren unbedingten Willen zur Feierlaune einzubüssen; sie experimentieren, ohne dabei ihr Grundkonzept aufzugeben.

❤ Key Tracks: Baby Don’t You Lie To Me!, Impostors (Little By Little), Dogtown.

5 2/2 THE VIEW : ROPEWALK

The View auf der anderen Seite haben ihre Slacker-Attitüden grösstenteils abgelegt, wechseln jetzt die Jeans etwas häufiger und machen ambitionierten, in positiver Art und Weise polierten Pop mit grossartigen Melodien.

❤ Key Tracks: Under The Rug, Marriage, Living.

PS. DIE NUMMERIERUNG DIENT DER ORIENTIERUNG, NICHT DER HIERARCHISIERUNG. 
Teilst du Marinos Meinung? Welche Alben gehören zu deinen Top-5? Let us know, if you want to. 🙂

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3 Antworten zu “Best Albums of 2015: Part I (Marino)

  1. Pingback: Best Albums of 2015: Part II (Sarah) | WAVEBUZZ·

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