BEST ALBUMS OF 2015: PART III (SILVIA)

Was? Nochmals eine Bestenliste? Keine Angst: Hier folgt die dritte und LETZTE Runde unserer allerliebsten Alben von 2015. Happy New Old Year.
Von: Silvia Greber

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1. FOALS – WHAT WENT DOWN 
„When I see a man I see a lion“ – Foals haben mit ihrem bereits vierten Album definitiv zur Welteroberung angegriffen und ihr Math-Rock macht sich nicht mehr nur im Club und der Festival-Bühne gut, sondern langsam aber sicher auch im Stadion. Der Sound ist gewohnt vertrackt, gleichzeitig aber auch entspannter. Wahrscheinlich ihr „raw“-stes Alubm, so raw wie Foals halt so sein können. Die Steigerungen werden langsam aufgebaut, bis zum erlösenden Drop und Yannis Philippakis Vocals sind stark wie nie. Die Oxforder überraschen zwar mit diesem Album nicht unbedingt, liefern aber auf konstant hohem Niveau ab. Von ihnen werden wir noch viel hören – wir freuen uns darauf.

By the way, Konzerttipp: Foals am 27.01.2016 im Volkshaus in Zürich

❤ Schlüsseltracks: What Went Down, Mountain At My Gate, Snake Oil

2. EVERYTHING EVERYTHING – GET TO HEAVEN
Moderne Rockmusik wird heutzutage nicht unbedingt gerne politisch und Tagesaktualitäten werden sehr selten aufgegriffen. Everything Everything schaffen es hier, eine Lücke zu schliessen. Sie greifen verschiedene Themen aus dem unruhigen Jahr 2014 auf, zum Beispiel den Aufstieg des IS und die Kriege im mittleren Osten. Diese Thematik wird beispielsweise in „No Repitels“ verarbeitet. Dark, dystopisch, pompös, euphorisch und teilweise fast überwältigend und einnehmend kommt das vierte Album von Everything Everything deshalb daher, ohne dabei die poppigen Momente zu vergessen. Johathan Higgs und sein Falsetto tragen hier zu einem grossen Teil zur Dramatik bei. Nur einen neuen Bühnenoutfit-Schneider würde ich empfehlen. NO OFFENSE.

By the way, Konzerttipp: Everything Everything als Support Act von FOALS (siehe oben) am 27.01.2016 im Volkshaus in Zürich. 

❤ Schlüsseltracks: Spring / Sun / Winter / Dread, Distant Past, No Reptiles, Regret

3. COURTNEY BARNETT – SOMETIMES I SIT AND THINK, SOMETIMES I JUST SIT
Courtney Barnett ist eine Wucht – geradlinig und manchmal auch wütend geht sie an Themen des Alltags und der Lebenswelt heran, natürlich ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wahrscheinlich spricht sie vielen Mittzwanzigern aus dem Herzen und liefert in der Quarter-Life-Crisis eine Stütze. Eine der wenigen Newcomer-innen, die mich dieses Jahr vollends begeistern konnte. Ihr rotzig-grungiger Sound ist teilweise fast schon aggressiv, in anderen Momenten jedoch auch sehr angenehm und entspannend. Mit ihrem Sound bringt die junge Australierin Folk und Grunge in die Moderne – ein Unterfangen, das nicht vielen gelingt.

❤ Schlüsseltracks: Pedestrian At Best, History Eraser, Nobody Really Cares If You Go To The Party, Depreston

4. DJANGO DJANGO – BORN UNDER SATURN
Die Londoner Band rum um den ausserordentlich sympathischen Schotten David Maclean (gottseidank ist er bei seinen Konzerten auch sehr gesprächig und unterhaltet somit das Publikum mit seinem Akzent prächtig) lieferte 2015 endlich ihren Zweitling ab. Und die Wartezeit hat sich gelohnt. Ihr psychedelisch angehauchter Rock mit elektronischen Elementen und Percussion ist immer wieder ein Ohr wert – so viel Coolness hört man selten auf einem Haufen.Stark verändert hat sich der Sound im Vergleich zum ersten Album also nicht, er klingt immer noch gleich futuristisch wie auf „Django Django“. Wie erfrischend dies auch beim zweiten Album noch ist, zeugt wohl für ihre eigene Nische, die sie sich geschaffen haben.

❤ Schlüsselsongs: Pause Repeat, First Light, Reflections

5. MARINA AND THE DIAMONDS – FROOT 
„I’ve been saving all my summers for you“ – Jeder Jahresendliste ihr Popalbum. Und wer im 2015 von Miley, Grimes und co. schwärmte, hat oftmals Mariana and the Diamonds vergessen. Das Album von Marina & Gefunkel kann man zwar eventuell weniger dem sogenannten „Art Pop“ (was das auch immer so genau sein soll) zuordnen, dafür zeugen ihre Songs umso mehr von einer gewissen darkness. Versteckt zwischen den bunten Luftballons, den farbigen Haaren und den crazy Bühnenoutfits blinkt eine gewisse Traurigkeit hervor, die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückbringt. Mit Emotionen und Dramatik spart sie nicht und zeitweise trägt Madame eventuell ein wenig dick auf, doch dass vergesse ich ihr auf dem Dancefloor.

❤ Schlüsseltracks: Froot, Forget

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