Konzertbericht: Angel Olsen (27.10.16) im Bogen F, Zürich

Angel. Die amerikanische Singer- Songwriterin Angel Olsen heisst nicht nur mit wirklichem Namen so: Sondern sie lieferte an diesem Donnerstagabend eine engelsgleiche Performance ab. Engelsgleich, weil die Show eigentlich perfekt war. Doch perfekt? Darf man eigentlich irgendetwas so nennen? Wir sagen: Ja. Ja zur Perfektion. Und auch ja dazu, dass uns nicht einmal in Retrospektive etwas einfällt, was an diesem Konzert hätte anders sein sollen.

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Angel Olsen spielte ein Repertoire aus alt und neu – ihre Setlist sah wie folgt aus:

  1. Never Be Mine
  2. Hi Five
  3. Shut Up Kiss Me
  4. Lights Out
  5. Heart Shaped Face
  6. Sister
  7. Those Were The Days
  8. Drunk And With Dreams
  9. Windows
  10. Not Gonna Kill You
  11. Miranda
  12. Sweet Dreams
  13. Forgiven / Forgotten
  14. Give It Up
  15. Intern Zugabe 1
  16. Woman Zugabe 2

Die urplötzliche positive Konnotation vom Wort „eindimensional“

Gefährlich schien zunächst, dass die Sängerin aus St. Louis schon am Anfang ihre Hits verballerte: Gleich nacheinander spielte sie „Hi Five“ und „Shut Up Kiss Me“. Das kann nur geschehen, wenn eine grosse Sicherheit vorherrscht: Angel Olsen schien dem Publikum zu sagen: „So, hä, ihr habt wohl auf diese Songs gewartet. Was macht ihr jetzt, wo ich beide schon gespielt habe, MUHAHAH? Doch wartet nur, es wird nur noch besser.“ Gesagt (hat sie nicht gesagt, aber sie hätte es vielleicht), getan.

„Was ist nur falsch an ein bisschen Licht?“

Die Musik ist Pop. Und Synth. Und Folk. Angel Olsen wirkt auf der Bühne ein wenig erhaben. Sie schaffte es, Präsenz und Distanz in ein Gefühl zu verpacken. Das Publikum war wie gebannt, es wurde kaum gesprochen, es wurde gelauscht. Der mit Abstand beste Song? „Windows“. Die Lichter flackterten über die geschwungenen Steine im Bogen F, über das Publikum, über halbvolle Biere, über geschlossene Augen und über offene Herzen. Selten wurde Verzweiflung auf derart differenzierte Weise musikalisch vertont.

„won’t you open a window sometime
won’t you open a window sometime
what’s so wrong with the light
what’s so wrong with the light“

Der Rest des Konzert war eine Woge der Freude. Angel, die am Anfang kaum ein Wörtchen mit dem Publikum gewechselt hatte, taute auch so richtig auf: „This place is amazing – is this like an old train station?“ (das sagen eigentlich fast alle Acts über den Bogen F aka beste Location in der Stadt Zürich). Auch sagte sie „It smells like campfire here, once we get home, we will all smell like campfire. Cozy!“.

Cozy. ❤

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Eine Antwort zu “Konzertbericht: Angel Olsen (27.10.16) im Bogen F, Zürich

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