Konzertbericht: Keine Fritten in der Frittenbude? (09.10.15; Dynamo, Zürich)

Gastbeitrag: Silvia Greber
Frittenbude luden am vergangenen Freitagabend zum – so ward es erwartet – Hip-Hop-Rave-Spektakel im Dynamo. Das Trio aus Geisenhausen stellte im Lokal an der Limmat ihr neues Album „Küken des Orion“ vor. Heiss und fettig? Mhh. Ja. Gehtso.

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WO BLEIBT DER SPASS, JUNGS?
Was man von einem Auftritt von Frittenbude zu erwarten hat, ist Spass, Katzen und Pandabären. Und neuerdings anscheinend Küken und Lamas. Die neueren Songs überzeugen live (sowie auf CD, Streamingdiensten) leider nur mässig und das Publikum lässt sich nur sehr zögerlich aufheizen. Der Spass verliert sich in Texten, die man nicht versteht.

Dann später doch ein Lichtblick: Lebensbejahende Schlachtrufe, bis ins Delirium wiederholt, heizen zumindest teilweise die Stimmung etwas auf.

„DER BESTE WEG UM FREI ZU SEIN, IST ES WENN DU TANZT.“

Mit Hits sparen die Deutschen leider und die neuen Songs scheinen schlicht zu wenig abzugehen, um für Stimmung zu sorgen. Songs wie „Army Of Küken“ und „Die Möglichkeiten eines Lamas“, die zu Beginn des Sets gespielt werden, klingen live einfach nicht interessant genug. Da hilft auch der grosszügige Einsatz von Trockeneis auf der Bühne nicht weiter.

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Von den neueren Songs mag einzig „Rave ist kein Hobby“ die Meute einigermassen aufzulockern.

DIE KLEINE BESPASSUNG AM RANDE
Ganz zu Schluss liefern Frittenbude dann doch noch einige alte Hits, „Lös dich von dem Schrott“, „Bilder mit Katze“, „Mindestens in 1000 Jahren“, „Irgendwie lieb ich das“. Immerhin. Wenn man fast schon nicht mehr daran geglaubt hat, wird man doch noch ein wenig bespasst.

Als Zuschauer verlässt man das Konzert ratlos. Wollen Frittenbude mehr sein als sie sind? Also mehr als pöbelnde Raver? Sind sie erwachsen geworden? Sind WIR erwachsen geworden? Wollen sie etwa tatsächlich einigermassen ernst genommen werden? Über welches Tier wird der nächste Song geschrieben? Wer weiss. Frittenbude sind wohl doch mehr eine Festival-Band. Vor dem Konzert hätte ich noch das Gegenteil behauptet.

Sind die Möglichkeiten ausgeschöpft? Oder einfach nur: L A M E (A). ?!

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