Die Playlist vom Oktober 2016: mit Lady Gaga, Nils Bech, Jenny Hval, Temples etc.

„It wasn’t love it wasn’t love it was a perfect illusion.“ Das trällert Lady Gaga in ihrer neuen Single „Perfect Illusion“. Unter dem Motto perfekte Illusion steht auch unsere Playlist des drittletzten Monats des Jahres. Denn: Die Musik ist immer die Illusion, die alles besser macht. Im Schein. Und in echt.

>> Abonniere hier die Playlist auf Spotify. ❤

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1 Temples – Certainty
WAS? Sind das etwa TEMPLES IMPALA? Ok, der war schlecht. Auf ihrer neuen Single machen die britischen Psychedelic-Rocker im Vergleich zu ihrem Vorgängeralbum „Sun Structures“ (2014) Musik mit hohem Memorabilitätsfaktor. Das neue Album wird voraussichtlich anfangs nächsten Jahres erscheinen.

2 SOHN – Signal
Post-Dubstep und Electonica. Der österreichische Act SOHN knüpft soundtechnisch nahtlos an seinen gewohnt reduzierten Stil an. Wäre dieser Song ein Raum, wäre er dunkel. In der Mitte steht ein braunes Ledersofa, das durch die Dunkelheit ebenfalls schwarz erscheint. Ab und an sieht man ein Auto am Fenster vorbeifahren.

3 Twin Atlantic – The Chaser
Die Schotten schiessen mit „The Chaser“ voll ins Schwarze (woher kommt dieser Ausdruck eigentlich? Egal.) Der Song ist straight-on Rockmusik, besitzt White-Stripes-esque Gitarrenriffs, eine fesselnde Melodie und einen luftigen Mitsingrefrain. Das neue Album „GLA“ (= die ersten drei Buchstaben von Glasgow, ihrer Heimat) ist seit September erhätlich.

4 TOPS – Anything
TOPS aus Montreal sind eine kleine Neuentdeckung, o b w o h l sie den Song „Anything“ vor einem Jahr veröffentlicht haben. Das Lied passt aber sowohl 2015 wie auch 2016 zu den grauen Herbsttagen, bei denen man mit einem heissen Getränk das Wohnzimmer hütet. Und genau deshalb darf es auch in dieser Liste sein 🙂 .

5 BadBadNotGood ft. Samuel T. Herring – Time Moves Slow
Wenn ich eine Stimme heiraten könnte, dann wäre es die von Future Islands – Sänger Samuel T. Herring. Die Sanftheit und Expressivität zugleich würden für eine kurzweilige, tiefgründige und abwechslungsreiche Ehe sprechen. Der Song „Time Moves Slow“ zusammen mit der kanadischen Jazz-Pop-Band ist wie Song Nummer 4 auf der Oktober Playlist ein Song, den es schon länger gibt (seit Mai). Er passt allerdings – auch analog zu Song 4 – perfekt in die Jahreszeit.

„To run away is easy
It’s the leaving that’s hard“

6 Jenny Hval – Conceptual Romance
Im Musikvideo sieht man eine Frau in einem roten Kleid, die durch eine neblige Friedhof-Szenerie rennt. Man sieht eine Mutter ein Kind herumschwingen. Man sieht eine Frau sitzend, wie sie ihr Gesicht in ihren Händen verbirgt. Nach und nach wird das Video immer zombiehafter (perfekt für „Walking Dead“ Fans). Der Song der Norwegerin geht allerdings weder um Friedhöfe noch um Zombies: Es geht um eine zwischenmenschliche (Liebes)-Bezeihung und die eigene Identitätsfindung.

„Conceptual romance is on my mind
I call it abstract romanticism
Conceptual romance is you
It’s you and I“

7 Nils Bech – Waiting
„Echo“ ist das Debütalbum vom Norweger Nils Bech, das am 14. Oktober 2016 erschienen ist. Die Playlist geht so weiter, wie sie bisher ist: Düster und ambientös. Beim einschneidenden Falsetto des Sängers nützt auch der wärmste Norwegerpulli nichts mehr. Besonders hervorzuheben ist hier auch die Perkussion – ein kleines Meisterwerk, das viel von klassischer Musik in sich trägt. An dieser Stelle würde ich gerne „Ja Ja Ja Music“, einen auf nordische Musik fokussierten Konzertveranstalter, zitieren:

„It is a mind-blowing musical masterpiece in which Bech sublimely juxtaposes the most divine semi-operatic sequence with a blizzard of convulsive electronica. Opening with a demi-Parisian flourish which melts into an extended drone, the track is elevated to skyscraper heights with the introduction of Bech’s spiralling falsetto, the beauty of which is offset by a rapture of angelic harmonies. These tightrope-high vocal acrobatics fade as the music melts into a silence that is quickly, and mercilessly, ripped apart by a succession of sledgehammer beats.“ – Ja Ja Ja Music

8 Lady Gaga ft. Florence Welch – Hey Girl
Lady Gaga erntete für ihr neues Auftreten viel Hate von ihren „Little Monsters“ (so nennt die amerikanische Pop-Küntlerin ihre Fans). Sie sei weg von ihrem crazy Art Pop Image gekommen, sie sei zu einem Normalo geworden. Diese „Fans“ hörten jedoch nie ins neue Album rein. Denn endlich steht das noch mehr im Vordergrund, was schon länger hätte im Vordergrund stehen können: Die wunderschöne Gesangsstimme. Ohne Firlefanz (auch ein tolles Wort) – sondern einfach nur Musik. (Ah, und hier singt ja noch Florence Welch von Florence and the Machine)

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